Deutsche Fassung | English Version

Die handwerkliche Steinbildhauerkunst in Simbabwe ist fester kultureller Bestandteil des Landes. Ihre Erfolge reichen bis ins New Yorker Museum of Modern Art. Auf Grund schwieriger wirtschaftlicher sowie medizinischer Rahmenbedingungen in Simbabwe, drohte dieses wertvolle Potential in aktueller Vergangenheit nahezu unterzugehen.

Der gemeinnützige Verein »Meister für Afrika« hat sich daher aufgemacht und erste Akzente gesetzt, die Talente zu erhalten und die darin enthaltenen Chancen auf dem Weg der beruflichen Ausbildungsförderung für das Land und die Menschen auszubauen und für ihre Zukunft zu nutzen.

 












In diesem Zusammenhang konnte der Westdeutsche Handwerkskammertag motiviert werden, eine Konzeption für ein Projekt zur Ausbildungsförderung zu entwickeln und dieses in enger Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern vor Ort und dem Verein Meister für Afrika umzusetzen.



Der Verein „Meister für Afrika“ hat und wird sich im Gegensatz vieler anderer Initiativen nicht darauf konzentrieren, etablierte Künstler bei der Vermarktung ihrer Objekte zu unterstützen, sondern Künstlerinnen und Künstler zu motivieren, junge Talente, die nicht aus ihrem direkten familiären Umfeld stammen, zu schulen, voranzubringen und ihr handwerklich und gestalterisches Talent so zu entwickeln, dass sie sich davon ein Leben aufbauen können






Der Verein »Meister für Afrika» hat ohne öffentliche Mittel Menschen motiviert, zu spenden, um junge Menschen in Simbabwe für ein Jahr finanziell den Lebensunterhalt zu sichern und ihnen eine Ausbildung bei einem erfahrenen Künstler zu ermöglichen.

Die jeweiligen Ausbilder erhalten eine Art Lehrgeld, mit dem sie die Möglichkeit haben, den jungen Menschen eine Vergütung zu zahlen und ihnen die benötigten Werkzeuge zu beschaffen. Auf diese Weise entstehen neue Ausbildungsverhältnisse und das Wissen und Können wird an die jungen Menschen weitergegeben.







500 Euro pro Jahr reichen jungen Menschen aus, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Weitere 250 Euro reichen, um den Künstlern einen Anreiz zu geben, ihre Auszubildenden zu unterstützen.

Die 250 Euro decken dabei nicht nur die unmittelbar und mittelbar anfallenden Ausbildungskosten inklusive sämtlicher Materialien ab, sondern geben zusätzlich einen entscheidenden Anreiz, auszubilden und Talente zu fördern.

 

 

Der Verein »Meister für Afrika« hat rein ehrenamtlich erste Jugendliche ausgewählt, Künstler motiviert und hier eine entsprechende Ausbildung mit einem privaten Zertifikat versehen.

Als Ausbilder beteiligt waren Mike Munyaradzi, einer der namaften Künstler Simbabwes, dessen Vater Henry Munyaradzi sogar in MoMA vertreten ist und Tutani Mgabazi, der regelmäßig auch in Deutschland arbeitet und hier Workshops gibt.

Im Rahmen des Projekts wurde neben den beiden bereits benannten Ausbildern von »Meister für Afrika« durch den Westdeutschen Handwerkskammertag ebenfalls Itai Nyama beteiligt, da dieser nicht nur in Deutschland schon im Rahmen des Obernkirchner Festivals gemeinsam mit Tutani Mgabazi aufgetreten ist und die duale Ausbildung in Deutschland kennt, sondern auch regelmäßig in der Toskana und in Deutschland Vorlesungen hält.

Unter Beteiligung des deutschen Steinbildhauerkünstlers Winfried Häder, www.skulpturengarten.org, sowie im Dialog mit den drei Künstlern wurde aufgrund der Sichtung der realistischen Situation in Simbabwe ein Ausbildungsleitfaden entwickelt, der gleichfalls die Erfahrungen des Herrn Tutani Mgabazi und seiner beiden Auszubildenden berücksichtigt.

 

 

Ein Leitfaden sowie eine Information für diese Bildungsmaßnahmen liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Erste Erprobungen haben durch die Künstler in Simbabwe stattgefunden. Am Rande des Projekts hat der Westdeutsche Handwerkskammertag den Dialog mit staatlichen, wirtschaftlichen und anderen Organisationen geführt, um eine dauerhafte Implementierung eines entsprechenden Bildungs-, später auch Prüfungs- und Weiterbildungswesens, zu untersuchen und dessen Möglichkeiten im Rahmen der politischen Rahmenbedingungen Simbabwes zu analysieren.

Weitere Ergebnisse und Projekterfahrungen finden Sie im Download-Menü. Die Ergebnisse des gesamten Projektberichts sind vor dem Hintergrund der politischen Situation in Simbabwe auf dieser Seite nicht veröffentlicht.
Allen Partnern und Unterstützern danken wir herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und die zahlreichen jungen Menschen, die über das Engagement einen Beruf, eine lebenswerte Zukunft und hoffentlich die Erkenntnis erhalten, dass es wichtig ist, sein Wissen und Können an die nachfolgenden Talente weiterzugeben.